31. Januar 1937 – 11. Januar 2026
Dipl. Maschineningenieur FH
Aktiv 1960 – 1963
Bierfamilie Bambus

Fidus hat nach einem reich erfüllten Leben am Montag, 11. Januar 2026 im Alter von 88 Jahren seine letzte Reise angetreten.
Den Familienangehörigen sprechen wir im Namen der AV Gundoldinger das herzliche Beileid aus.
Wir sind traurig und doch getragen von grosser Dankbarkeit für die langjährige Freundschaft die Fidus unserer Verbindung geschenkt hat.
R. I. P. Möge Fidus im Frieden ruhen!


Nekrolog
ICH STERBE, ABER MEINE LIEBE ZU EUCH STIRBT NICHT.
ICH WERDE EUCH VOM HIMMEL HERAB LIEBEN,
WIE ICH EUCH AUF ERDEN GELIEBT HABE.
Dieser Spruch von Hieronymus auf der Todesanzeige zeigt eindrücklich den Charakter von Fidus.
Sein soziales Gewissen, seine beruflichen Fähigkeiten und seine Treue und Verbundenheit zur Verbindung der Gundoldinger werden uns in liebevoller Erinnerung verbleiben.
Fidus erblickte am 31.1.1937, als erster von 4 Geschwistern in Sursee das Licht der Welt. Seine Eltern Josef Chiesa und Maria Somaruga freuten sich an diesem Stammhalter. Der Vater hatte Wurzel im Friaul. Das bekam Fidus in den Kinderjahren zu spüren. Das mag ein Grund gewesen sein, dass er kein italienisch lernen wollte. Die Volksschule und das Realgymnasium besuchte Fidus in Sursee. Bei den Sursee Werken absolvierte er, unter dem Oberstift Bambus, die Maschinenzeichner-Lehre. Anschliessend arbeitete er 2 Jahre als Maschinenzeichner in der SIG, Abteilung Verpackungsmaschinen, in Neuhausen. Er wollte sich vor dem Eintritt ins Technikum noch ein finanzielles Polster zulegen.
Dort begegnete ihm das grosse Glück, er lernte seine Désirée kennen und lieben.
Von 1960-63 besuchte Fidus, erfolgreich, das Zentralschweizerische Technikum in Luzern.
Die Krankheit der geliebten Mutter belastete ihn sehr und er versuchte ihr mit seiner Pflege beizustehen. Mit der Entgegennahme des Diploms musste er von seiner Mutter Abschied nehmen.
Sein Oberstift Bambus lockte ihn in die Verbindung der Gundoldinger, der er freudig beitrat und in all den Jahre die Treue hielt. Er war einer der Wenigen, der dabei bereits, mit einer festen Couleur Dame, in die Verbindung eintrat.
Am 30.Mai 1964 gaben sich Josef Chiesa und Eugenie Sieber aus Neuhausen das Jawort und siedelten sich in Rüti an. Ihnen wurde 1966 die Tochter Isabelle und 1969 der Sohn Raphael geschenkt. Diese Beiden waren auch verantwortlich, dass sie sich an 5 Enkelkindern erfreuen durften.
1964 begann der junge Maschineningenieur seine wertvolle Berufstätigkeit bei der Maschinenfabrik Rüti, der er bis 1997 die Treue hielt. Fidus war ein sehr kreativer Konstrukteur von diversen Webmaschinen. Ihm wurde verschiedene Leitungsaufgaben übertragen und er durfte als Prokurist unterzeichnen. 1982 wurde die Maschinenfabrik durch die Firma Gebrüder Sulzer AG Winterthur übernommen. Die Umstrukturierung 1997 forderte einen grossen Personalabbau. Dieser Umstrukturierung fiel auch Fidus zum Opfer und er wurde frühpensioniert. Er ermöglichte dabei, mit seinem Verzicht, dass sein jüngerer Mitarbeiter, ein Familienvater, seine Arbeitsstelle behalten durfte. Das zeigt wie sozial und verantwortungsvoll er war.
Er stellte seine Fähigkeiten aber auch der Öffentlichkeit, in verschiedenen Kommissionen der Gemeinde Dürnten, zur Verfügung. Auch an der Politik war er interessiert und arbeitete im Vorstand der CVP Rüti mit. Nicht glücklich war er, als diese das «C» strichen. Für seinen sozialen Charakter zeichnete sich auch seine langjährige Präsidentschaft im Vinzenz Verein, einer karitativen Organisation der Pfarrei Rüti, aus.
Ab dem Wintersemester 1999 schrieb sich Fidus als Hörer an der Theologischen, philosophischen Fakultät der Universität Zürich ein. Die Vorlesungen über Kirchengeschichte, Welt- und Kunstgeschichte erfüllten ihn und schenkten ihm einen entsprechenden Weitblick.
In seinem Lebenslauf schreibt Fidus:
Drei Entscheidungen in meinem Leben haben sich in meiner Biographie als glückhafte Meilensteine erwiesen:
- Besuch des Zentralschweizerischen Technikums in Luzern
- Wegzug aus der Innerschweiz und «Wurzel» schlagen im Zürcher Oberland
- Die eigentliche Sternstunde war die Vermählung mit Eugénie und die Gründung der Familie, gesegnet mit der Geburt der beiden Kinder Isabelle und Raphael. Meine geliebte Eugénie ist der strahlende Diamant meines Lebens. Mit ihrer Liebe, Frohnatur und ihrem Charme hat sie mich subtil auf den Pfad der Erfüllung geführt und mich begleitet. Ich danke ihr dafür von ganzem Herzen.
Nach einigen Schlaganfällen und Stürzen nahmen seine Kräfte immer mehr ab. Er musste nun eine schwere Leidenszeit erdulden. Der Aufenthalt im Altersheim und die Abhängigkeit von fremder Pflege machten ihm schwer zu schaffen. Jetzt ist er von diesen Leiden erlöst worden.
Lieber Fidus wir danken Dir für die tragende Freundschaft, für alles was Du für unsere Verbindung geleistet hast und wünschen Dir Ruhe in dein stilles Grab. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Wir werden Dich vermissen.
Hans Regli v/o Tasso, 22.1.26