an der Uni Luzern
Am 29. Oktober 2025 entführte unser Ehrenmitglied Hanspeter Fischer v/o Trämp, das Publikum auf eine Reise durch Raum, Zeit und Sternenstaub. Sein Vortrag „James Webb Space Telescope – die Erforschung des Universums“ lockte 155 Zuhörerinnen und Zuhörer in den Hörsaal 1 der Uni Luzern: Gundoldinger, Partnerinnen und Partner, Familien, Freunde, Couleuriker, zwei Dozentinnen sowie Studierende – alle gespannt auf den Blick ins Unendliche.
Vom Traum zum goldenen Schmetterling
Das James Webb Space Telescope (JWST) ist die Krönung von über 30 Jahren Planung, Rückschlägen und Triumph.
In den 1990er-Jahren als Nachfolger des Hubble-Teleskops erdacht, entwickelte sich aus einer kühnen Idee ein Jahrhundertprojekt. Immer wieder verschoben, überarbeitet, fast gestrichen.
Doch die Vision blieb: Tiefer in Raum und Zeit blicken als je zuvor.
Am 25. Dezember 2021 hob das JWST auf einer Ariane-5-Rakete ab. Nach Millionen Kilometern entfaltete sich sein goldener Spiegel schmetterlingsähnlich im Dunkel des Alls – ein technisches Meisterwerk aus Präzision und Mut.
Seither liefert das JWST Bilder aus der Frühzeit des Universums, enthüllt ferne Galaxien, Exoplaneten und kosmischen Staub, aus dem Sterne geboren werden.
Kurz gesagt: Das James Webb Space Telescope öffnet das Fenster zur Vergangenheit des Universums.
Eine Rosine aus Trämp’s Referat
Besonders spannend war Trämp’s Beispiel des Exoplaneten K2-18b, ein ferner, potenziell lebensfreundlicher Mini-Neptun, rund 120 Lichtjahre entfernt.
Er umkreist den Roten Zwergstern K2-18 im Sternbild Löwe und könnte sowohl Wasserstoff in seiner Atmosphäre als auch flüssiges Wasser besitzen.
Beobachtungen mit dem James Webb Space Telescope zeigten Methan und Kohlendioxid in seiner Atmosphäre. Ein heisser Kandidat bei der Suche nach ausserirdischem Leben.
Trämp brachte die Distanz von 120 Lichtjahren charmant auf den Punkt:
- „Wenn die Erde nur 0,01 Millimeter gross wäre – also etwa ein Viertel eines blonden Haars –, dann läge K2-18b etwa in Rom!“
- Ein Vergleich, der das Publikum schmunzeln und staunen liess.
Apéro intergalaktisch
Der Weg zum Apéro war deutlich kürzer. Dort erwartete die Gäste ein vorzüglicher Apéro, bei dem sich die Gespräche – wie könnte es anders sein – um Gäläxien, Gundoldinger und grosse Ideen drehten.
Ein Abend, der den Blick ins Universum öffnete und Herzen wie Köpfe gleichermassen zum Leuchten brachte.
Werner Knubel v/o Bölk
Hier die Präsentation zum dowloaden oder der Vortrag auf YouTube.